Werte

(allgemeine, verinnerlichte Verhaltensstandards; basieren auf der Überzeugung der gesamten Kulturgemeinschaft; als unspezifische Vorstellung des Wunschwertes-> Ideal)

 

Absolute Werte

(Zwecke, die um ihrer Willen selbst angestrebt werden „Achtung vor dem Anderen“)

Relative Werte

(Zwecke, deren Erfüllung Zufriedenheit vermittelt -Glück)

 

Normen

(als Kultur- oder gesellschaftsspezifische Verhaltensstandards [Verhaltenssicherheit]; als situationsspezifische soziale Regeln des Zusammenlebens-Sitten -Gesetze

 

Erziehungsziele

(basieren auf Normen und Werten, werden konkret von Erziehern vorgegeben; sind auf konkretes Verhalten angelegt)

 

  1. Sanktion (+/-)

    muss soll und kann Erwartungen

  2. Erziehung und Sozialisation

    Gesellschaftliche Institution

  3. Moral

 

Kohlberg

 

Niveau A : Präkonventionelles Niveau

St.1: heteronome Stufe blinder Gehorsam...Autorität, Vorschriften (Gehorsamsmoral)

St.2 : Individualismus, Zweck-Mittel-Denken, Austausch „Eine Hand wäscht die andere“ (Tauschmoral)

Niveau B: Konventionelles Niveau

St.3: gegenseitige interpersonelle Erwartungen, Beziehungen und interpersonelle Konformität

Nett zum anderen, loyal, zuverlässig „Was du nicht willst, dass man dir tu...“ (Beziehung zu anderen)

St.4: soziales System, verlorenes Gewissen Pflicht in der Gesellschaft erfüllen, soziale Ordnung (Organisation in Systemen)

Niveau C : Post konventionelles Niveau

St.5: Sozialvertrag, Nutzen für alle, Rechte des Individuums Grundrechte unterstützen, Werte und Verträge einer Gesellschaft (Sozialvertragsorientierung)

St.6: universales ethisches Prinzip Kategorischer Imperativ, ganze Menschheit folgen (universalistische Orientierung)

 

Kritik:

  • Stufigkeit der Entwicklung moralischen Denkens

  • zu starke Altersorientierung

  • starke Theorielastigkeit

  • Formulierung des Idealentwurfs mit fehlender Realitätsbezogenheit

  • geschlechtliche Einseitigkeit

  • Ethnozentrismus

  • grundsätzliche Möglichkeit, moralische Entwicklung zu systematisieren und zu erfassen =)

Konsequenzen:

  • Förderung des moralischen Bewusstseins durch konkrete, lebensbezogene Entscheidungssituationen und Probleme

  • Schaffen eines Diskussionsklimas für den Austausch von Argumenten

  • Anregen zur ständigen Auseinandersetzung mit Standpunkten anderer

  • Verbesserung des sozialen Lernens/ Lernklimas in der Schule

  • Institutionalisierte Bildungsprozesse sind eine notwendige Voraussetzung für gute Moralentwicklung