Montessori

 

Montessoripädagogik

Referat Ivo und Anne

Thesenpapier


 


 

Maria Montessori (1870-1952)

erste Frau Italiens die Medizin studierte

Interesse: Förderung Schwachsinniger Menschen

arbeitete an Schule für geistig Behinderte

1907: Förderung von Kindern im „Kinderhaus“

lehrte in vielen Ländern der Welt

wurde dreimal (1949, 1950 und 1951) für den Friedens-Nobelpreis nominiert.


 

Hintergrund:

  • naturwissenschaftlich orientiertes Denken

  • von jungen Jahren an den Umgang mit Behinderten vertraut

  • glaubte dass Kinder in der Schule nicht gefördert sondern auf „niedrigem Niveau“ gehalten würden

  • war bereit eigene Wege zu gehen

Methoden:

  • bei der Montessori Methode handelt es sich um einen offenen Unterricht.

  • Motto "Hilf mir, es selbst zu tun" zusammenfassen.

  • Frei gewählte Beschäftigung

  • Schule stellt vorbereitete Umgebung zur Verfügung

  • Altersübergreifendes Lernen (gemischte Klassen)

  • Integratives Lernen (Behinderte sind in den selben Klassen wie gesunde Kinder)

  • Naturerfahrungen

Materialien:

Die Materialien der Freiarbeit sollten:

  • der natürlichen Neugier und dem Wissensdrang der Kinder entgegenkommen

  • attraktiv und kindgerecht sein

  • ästhetisch ansprechend

  • überschaubar und strukturiert angeordnet sein

  • nicht überfrachtet und zu komplex sein

  • frei zugänglich sein und so tatsächlich eine freie Wahl ermöglichen

  • Lernfortschritte gezielt möglich machen

5 klassische Materialbereiche:

Der Bereich der Sinneserziehung

Der Bereich zur Erziehung im täglichen Leben

Der Bereich der Spracherziehung

Der Bereich der Mathematikerziehung

Der Bereich der Kosmischen Erziehung


 


 


 


 


 


 

Menschenbild:

  • natürlicher Drang des Lernens,

  • Kind als Akteur sein Entwicklung: jedes Kind, jeder Mensch, gleich welchen Alters möchte lernen

  • Es ist der Drang nach Selbstständigkeit und letzten Endes auch nach Unabhängigkeit, der einen Menschen einen Charakter verleiht.

  • ein jeder Mensch benötigt eine individuelle Behandlung, ganz gleich über welchen Bildungsstand oder welche Fertigkeiten er verfügt.

  • Wissenschaftliche Pädagogik muss die Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes erkennen und diese zur Entfaltung bringen

  • Der innere Bauplan der Entwicklung: • die Anlagen für die geistige Entwicklung liegen im Kind verborgen , der Bauplan leitet die Entwicklung des Kindes

  • Ein Kind braucht Umwelteindrücke für seine Entwicklung

Entwicklungsphasen:

  • 1-3 Jahre: psychischer Embryo: Perioden: Bewegung, Ordnung, Sprache ( Umwelteindrücke sind wichtig für das spätere Leben)

  • 3-6 Jahre: sozialer Embryo: bisher aufgebaute Funktionen werden weiter entwickelt, Gruppengefühle, Gemeinschaftsgefühle (wichtig für die Herausbildung der Persönlichkeit)

  • 6-12 Jahre: soziales Neugeborenes: organisierte Gesellschaft, von Gesetzen geprägtes Zusammenleben, Akzeptanz von Regeln und Leitung

  • ab 12 Jahren: sozialer Mensch: Gefühle für Gesellschaft, Wichtig: Weg des Self-Help, Jugendliche sollen nach Montessori schon Geld verdienen und nützliche Arbeit tun

 

Rolle des Erziehers und der Eltern:

Erzieher: Beobachter und Begleiter

Eltern: Austausch mit Erzieher, Elterngespräche, Beteiligung

 

Tagesablauf in einer Montessorischule

8:30 Uhr Freiarbeit

Pause

10:00 Uhr Epochenarbeit ( Eine Epoche = Ein Thema)

Klassenrat ( Konflikte werden besprochen)

Freiarbeit

Mittagessen

Sport

Ziele der Montessori-Pädagogik:

Einzigartige Persönlichkeit

intellektuelle Fähigkeiten ausschöpfen

sozial, emotional und psychisch stark

selbstverständlicher Umgang mit geistig und körperlich Behinderten

Kritik:

Pro

Contra

-motiviert Kinder in besonderer Weise zum Lernen

- fördert Selbstständigkeit, Selbstvertrauen

- Über- und Unterforderung wird verhindert

- nahezu alle Kinder finden Möglichkeiten zu lernen

- es gelingt geistig und körperlich Behinderte zu integrieren ohne dass die anderen Beeinträchtigt werden

- erfolgreiche kognitive Entwicklung

- Teamdenken

- Ordnungssinn

- Maria Montessori hat ihr eigenes Konzept nach wenigen Jahren nicht mehr überprüft

- nicht alle Kinder kommen mit dem freien Lernen klar ( Zitat: Kai Nitsche)

- Phantasie als unzureichende Wirklichkeitserfahrung

- Montessori hat ihre Erfahrung an Behinderten gesammelt

- es entsteht die Gefahr, dass Kinder sehr einseitig gebildet werden

- Bauplantheorie: Entwicklung als starrer Bauplan

- je anspruchsvoller die Themen werden, desto schwieriger ist es mit Sinnesmaterialien zu arbeiten

- Erwachsene nehmen Einfluss auf die Freiheit der Kinder