Systemische Therapie

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Systemische Therapie

 

1. Einleitungssatz: systemische Therapie ist...

 

...zur Diagnose und Therapie von seelischen Beschwerden und interpersonellen Konflikten unter besonderer Berücksichtigung ihrer jeweiligen Systeme)

 

3. Modell der systemischen Therapie

 

→ mit zunehmender Komplexität steigt die Qualität („es ist qualitativ mehr als nur die Summe der Teile“)

 

3.1 Kommunikations-Beziehungsregeln

 

  1. Man kann nicht nicht kommunizieren

  2. Jede Nachricht enthält Inhalt und Beziehung

    - solange sich alle so verhalten wie erwartet/verlangt herrscht ein Gleichgewicht

 

3.2 Entstehung von Problemen

 

  • Das System kann außer Gleichgewicht geraten (zwischen bspw. 2 Personen im System) → Disbalance

  • weitere Personen des Systems bekommen die Spannung mit → Disbalance wirkt sich auf das ganze System aus (Holismus)

  • Omnipräsenz des Problems → wirkt sich in alle Beziehungsstrukturen aus

  • [...Lösung... siehe Methoden und Vorgehensweise]

  • ist das Problem gelöst entsteht ein Fließgleichgewicht (=Regulation von sich immer verändernden Strukturen)

→ Regulation von: - Erhaltung des Systems (~Assimilation)

- Veränderung des Systems (~Akkommodation)

Schafft man daraus ein Gleichgewicht: Homöostase oder auch Äquilibration (=Ziel)

4. Zielgruppe

  • Familien- und Paarberatung

  • Patienten mit klinischem Kontext (+ Angehörige)

 

5. Vorgehensweise und Methoden

 

5.1 Vorgehensweise – Schema

      1. Diagnose des Problems

      2. Bestimmung des Systems → „joining“ (einfühlen) des Therapeuten

      3. (v.a. heimliche) Erwartungen, Wünsche, Hoffnungen und auch Ängste klären

      4. Ziele festlegen (bei längerer Therapie ggf. erneuern)

      5. Problemarbeit (siehe Methoden)

(bestenfalls) Erkenntnis: „nicht der Patient hat die Krankheit, sondern das System!“

 

 

5.2 Methoden

 

  • zirkuläres Fragen (!)

  • Skalenfragen ( „auf einer Skala von 1-10,....“)

  • Reframing (Umdeutung des Problems)

  • Hausaufgaben (für Realitätsbezug)

  • Metaphernarbeit (vereinfacht über das Problem zu reden)

  • Ausnahmen betonen (zeigt nicht-Statik des Problems)

  • reflektierendes Team (2.Therapeut legt neue Perspektive dar → verdeutlicht dem Klienten, dass es mehrere Perspektiven gibt, nicht nur eine (zB. Seine))

  • Genogramm (Familienstammbaum in dem Konflikte und Spannungen zwischen den Gnenerationen aufgeführt werden)

  • Familienskulptur (Familienmitglieder im Raum drapieren + Gestik/Mimik um Sichtweisen klar zu machen)

  • Familienstellen (fremde Personen stellvertretend drapieren – diese geben dann Auskunft darüber, wie sie sich in dieser Position fühlen → Rückmeldung für Klienten)

  • (paradoxe Forderung – Manipulation – deshalb sehr fragwürdig)

 

zirkuläres Fragen: (= wechselseitiges Fragen)

 

  • alle sozialen Verhaltensweisen (bspw. Gefühlsausdrücke, Verhalten, Symptome) werden als kommunikatives Angebot verstanden → haben einen Zweck!

  • Funktionen und Ziele zirkulären Fragens:

  • jeweilige Wirklichkeiten entdecken, durch wechselseitige Beziehungsdefinitionen („was denke ich von dir, was denkst du von mir, was denke ich was du von mir denkst)

  • sichtbar machen von Erwartungen, Beobachtungen, Reaktionen, Kommunikationsmuster (des Klienten)

  • Anregung zur Änderung von Sichtweisen und Denkprozessen

  • Fragen sollen das System so von außen anstupsen, dass es sich von innen selbst organisiert“

  • bestimmt Verhaltensweisen erfassen und ggf. verändern

  • eigenes System aus Außenperspektive betrachten

  • gewohnte Interpretationsmuster verlassen

  • gegenseitige Missverständnisse aufklären (Kommunikation!)

 

[Listen der zirkulären Fragen – habt ihr ;) ]

 

6. Kritik

 

  • Patient = Akteur seines Lebens (auch seiner Probleme → ER hat alles selbst in der Hand ≠ PA )

  • Therapeut nimmt sich zurück, gibt nur Anstöße/Anreize (nur neuen Rahmen schaffen)

  • Mensch wird mit all seinen Stärken und auch Schwächen akzeptiert, so wie er ist

  • Systeme/das Umfeld wird stark miteinbezogen → also auch Lösung des Problems bis in alle Ecken des Systems, welches beteiligt ist (nicht nur beim Einzelnen)

  • Aufdeckung der Wirkungszusammenhänge (Zusammenspiel) → das wird Grundlage für Entscheidungen

  • alle müssen bereit sein mitzumachen (schwierig)

  • keine Theorie der Psyche oder psychopathologisches Konzept (wie PA) → erschwerte Akzeptanz

  • heuristischer Charakter“ (in etwa: „gute Ergebnisse ohne Wissen“)

 

Oberthema: Bewältigung von Jugendkrisen (Depressionen, Magersucht, ...)